## Energiemanagement

Das Energiemanagement kann z. B. zum Optimieren des Eigenverbrauchs von Solarerträgen oder zum Lastabwurf bei hohem Verbrauch (Netzdienlichkeit) genutzt werden.

Als *Eingangsgröße* wird klassischerweise eine der gemessenen Wirkleistungen im Gerät gewählt.
Dabei stehen auch die getrennten Werte für Erzeugung und Verbrauch zur Verfügung.
Es kann jedoch auch ein Strompreis oder ein beliebiger, über ein KO empfangener Wert als Auslöser genutzt werden. Für ein externes KO wird dessen Datentyp gewählt; davon hängt der einstellbare Schwellwert ab.

Die gewählte *Eingangsgröße* wird überwacht und die Triggerbedingung anhand des vorgegebenen *Schwellwerts* geprüft.
Erreicht die *Eingangsgröße* den Schwellwert und ist die Triggerbedingung erfüllt, so können bis zu 6 Stufen zugeschaltet werden.
Welche Stufe oder Stufen geschaltet werden, hängt von aktiven Sperren, Totzeit, verbleibenden täglichen Freigaben und der Priorität der Stufen ab.
Sobald die Triggerbedingung nicht mehr erfüllt ist, werden die Stufen unter Berücksichtigung der Minimallaufzeit in umgekehrter Reihenfolge abgeschaltet.

Nach dem Zu- bzw. Abschalten einer oder mehrerer Stufen wird das nächste Schalten um die *Verzögerung zwischen Schalten der Stufen* verzögert.
Ausgenommen ist das Abschalten durch Aktivieren einer Sperre.

Pro Stufe können bis zu 4 Telegramme für Aktivierung und Deaktivierung ausgelöst werden.
Für jedes Telegramm lässt sich getrennt festlegen, ob beim Aktivieren und/oder Deaktivieren ein Wert gesendet wird.

Die KOs für die Verzögerung zwischen den Stufen, Restlaufzeit, verbleibende Freigaben, Totzeit und Betriebsstunden können bei Änderung senden.
So lassen sich die Zustände des Energiemanagements visualisieren oder weiterverarbeiten.

Praxisbeispiel:
Eine PV-Anlage soll überschüssige Leistung im Gebäude nutzen. Als *Eingangsgröße* wird die gemessene Wirkleistung am Netzanschlusspunkt verwendet.
Wird Überschuss als negative Wirkleistung dargestellt, kann die Triggerbedingung auf *Triggern bei Unterschreitung* mit einem Schwellwert von -2000 W eingestellt werden.
Dieser eine Schwellwert gilt für alle Stufen.

Stufe 1 schaltet einen Heizstab mit 1500 W, Stufe 2 eine Ladefreigabe für ein Elektroauto mit 4200 W.
Liegen gerade 3000 W Überschuss an, wird am Netzanschlusspunkt etwa -3000 W gemessen und zuerst Stufe 1 aktiviert.
Der Heizstab verbraucht dann 1500 W von diesem Überschuss.
Deshalb ändert sich die gemessene *Eingangsgröße* direkt nach dem Zuschalten von etwa -3000 W auf etwa -1500 W.
Die Triggerbedingung ist damit nicht mehr erfüllt, deshalb wird Stufe 2 nicht mehr zugeschaltet.

Liegen dagegen 7000 W Überschuss an, werden am Netzanschlusspunkt zunächst etwa -7000 W gemessen.
Nach dem Zuschalten des Heizstabs bleiben noch etwa -5500 W übrig. Die Triggerbedingung bleibt also weiterhin erfüllt.
Nach Ablauf der *Verzögerung zwischen Schalten der Stufen* kann deshalb auch Stufe 2 aktiviert werden.
Fällt der Überschuss später wieder ab, werden die aktiven Stufen nach Ablauf ihrer Minimallaufzeit in umgekehrter Reihenfolge wieder abgeschaltet.
